Project Description

Gegenstand Entwicklung eines Areales mit Neubau, Denkmalschutz und Sanierung
Anschrift Segelfliegerdamm 1-45, 12487 Berlin
Auftraggeber Adlershof Projekt GmbH, Erbengemeinschaft Müller, degewo AG
Wettbewerb 2017, Gutachterverahren
Arealgröße 21.000 m²
BGF 313.000 m²

Das Leitmotiv der städtebaulichen Verflechtung mit der Umgebung bildet, zusammen mit den Setzun-gen gemäß Grundlagenvereinbarung, sowie einer geometrischen Verschneidung der Achsen Groß-Berliner Damm einerseits und der Grenze zu den Sportflächen andererseits, das Grundgerüst des neu zu gliedernden Areals. Dabei wird der Ort durch die Verknüpfung von Alt und Neu, von Wohnen und Gewerbe und von Stadtraum und Landschaftspark geprägt. Merkmale, die in Ihrer Varianz ein lebendiges, urbanes Quartier, mit hohen Aufenthaltsqualitäten charakterisieren.

Weiterhin gilt es, die überdurchschnittlich gute Anbindung an den ÖPNV zu stärken und Gebiets intern weiterzuentwickeln. Dafür wird am nordöstlichen Gebietsrand die Anbindung des geplanten S-Bahnanschlusses und der beiden geplanten Tramhaltestellen am Groß-Berliner Damm, durch einen alternativen Fußweg entlang des Baudenkmales Kühlturm optimal ergänzt.

Am nordwestlichen Gebietsrand wird durch die Entwicklung einer neuen räumlichen Mitte mit Beto-nung der radial ankommenden Straßen über einen neuen Stadtplatz die Verknüpfung mit dem beste-henden Wohngebietes Alt-Johannistal und seinen Versorgungseinrichtungen erreicht.
Die Durchlässigkeit des Gebietes, im Spiel mit der stadträumlich erlebbaren Durchwegung, gewährt darüber hinaus auch eine Verknüpfung von hoher Qualität zwischen Alt-Johannisthal und dem Grün-raum im Süden und in Verlängerung auch mit dem dahinterliegenden Wohngebiet entlang der Melli-Beese-Straße.
In umgekehrter Richtung ist dieses Wohngebiet künftig über das neue Quartier auch mit den geplan-ten ÖPNV Anschlüssen und dem Stadtplatz am Segelfliegerdamm, mit seinen Einkaufmöglichkeiten, verbunden.
So werden diese Quartiere durch Wege und Straßen verschiedener Ausprägungen miteinander ver-woben, das neu entstehende Quartier optimal in den vorhandenen Stadtraum eingebettet.

Für das Wohngebiet werden verschiedene, kompakte Hoftypen als Grundbaukörper entwickelt, bei denen die erforderlichen Stellplätze jeweils in einem Sockelgeschoss angeordnet sind, so dass einerseits ohne in den Boden eingreifende Untergeschosse, das Prinzip der wohnungsnahen Parkierung aufrechterhalten wird, andererseits durch die erhöhten Hofbereiche und die verschiedenen Zugänge, differenzierte stadträumliche Qualitäten geschaffen werden.
Durch räumliche Staffelung und mögliche Variationen dieser Baukörpertypologie werden vielfältige Raumbezüge definiert und gestärkt. Die Wiederholung eines gleichartigen Grundbaukörpers, verbun-den mit der Möglichkeit der vielfältigen Ausgestaltung, wahrt die Balance zwischen der erwünschten Identität stiftenden Einheit und einem abwechslungsreichen Quartier.
Durch unterschiedliche Qualitäten der Freibereiche, sowie vielfältige und differenzierte Aus- und Durchblicke, die durch partielle Auflösung der Hofhaustypologie geschaffen werden, entsteht ein Stadtraum in dem hohe Dichte mit großer Aufenthaltsqualität einhergehen.